Edelsteine

Kurzbeschreibung, Synonyme, Varietäten

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

  1. Achat
  2. Adular
  3. Alexandrit
  4. Almandin
  5. Amethyst
  6. Aquamarin
  7. Aventurin
  8. Berggrün
  9. Bergkristall
  10. Bernstein
  11. Beryll
  12. Bleiglanz
  13. Blutjaspis
  14. Blutstein
  15. Calcit
  16. Chalcedon
  17. Chrysoberyll
  18. Chrysokoll
  19. Chrysolith
  20. Chrysopras
  21. Citrin
  22. Chloromelanit
  23. Diamant
  24. Eisenglanz
  25. Elfenbein
  26. Fossilien
  27. Galenit
  28. Goldberyll
  29. Goshenit
  30. Granat
  31. Hämatit
  32. Heliotrop
  33. Hiddenit
  34. Himbeerspat
  35. Holzstein
  36. Hyazinth
  37. Inkarose
  38. Jade
  39. Jaspis
  40. Karfunkel
  41. Karneol
  42. Katzenauge
  43. Kieselkupfer
  44. Kieselmalachit
  45. Koralle
  46. Korund
  47. Kupfergrün
  48. Kupferkiesel
  49. Kunzit
  50. Lapislazuli
  51. Lepidolith
  52. Manganspat
  53. Magneteisenstein
  54. Magnetit
  55. Malachit
  56. Marmor
  57. Meteorit
  58. Moldavit
  59. Mondstein
  60. Morganit
  61. Nephrit
  62. Obsidian
  63. Olivin
  64. Onyx
  65. Opal
  66. Orphit
  67. Pajsbergit
  68. Peridot
  69. Perlen
  70. Perlmutt
  71. Pyrit
  72. Quarz
  73. Rhodochrosit
  74. Rhodonit
  75. Rhodonit
  76. Rosaline
  77. Rosenspat
  78. Roteisenstein
  79. Rubin
  80. Saphir
  81. Sarder
  82. Saualpit
  83. Schlangenstein
  84. Serpentin
  85. Skapolith
  86. Smaragd
  87. Sodalith
  88. Spinell
  89. Spodumen
  90. Schwefelkies
  91. Tansanit
  92. Tektit
  93. Topas
  94. Topazolith
  95. Triphan
  96. Türkis
  97. Turmalin
  98. Zirkon
  99. Zoisit

Beryll

Chem. Be3Al2Si6O18, (Beryllium, Aluminium, Silicium, Sauerstoff) ist eines der Erzmineralien, welches zur Gewinnung von Beryllium dient. Bei guter Qualität als durchsichtiger, harter Edelstein (Mohshärte 7,5 bis 8).

Varietäten:
Aquamarin, [lat. aqua marina Meerwasser], meergrün;
Goshenit, farblos;
Goldberyll (Heliodor), [gr. helios Sonne], zitronengelb bis goldgelb;
Morganit, rosa;
Roter Beryll, rot, seltenste Beryll-Varietät;
Smaragd, grün;
Brasil. Smaragd: svw → Turmalin;
Orientalischer Smaragd: svw → Grüner Saphir.

Beryll in seiner Varietät Smaragd ist einer der zwölf Edelsteine die in der Bibel, Ex 28, 1-43 Die Pristergewänder, erwähnt werden.

17 Besetze sie mit gefassten Edelsteinen in vier Reihen: die erste Reihe mit Rubin, Topas und Smaragd;
18 die zweite Reihe mit Karfunkel, Saphir und Jaspis;
19 die dritte Reihe mit Achat, Hyazinth und Amethyst;
20 die vierte Reihe mit Chrysolith, Karneol und Onyx;

Calcit

Chem. Calciumcarbonat, Ca[CO3]; weiches Mineral (Mohshärte 3), farblos oder von milchig weißer bis grauer Farbe.

Chalcedon

Varietät d. Minerals → Quarz; feinfasrig kristallisierte Kieselsäure; verschiedenste Färbungungen, oft gestreift; Hauptbestandteil vieler Halbedelsteine:

Achat, fast alle Farben, immer gestreift;
Chrysopras, [gr. chrysos Gold und prason Lauch], grün;
Heliotrop (Blutjaspis), grün mit roten Einsprenkelungen;
Holzstein (versteinertes Holz), braun;
Jaspis, rot, gelb, braun;
Karneol (Sarder), rot einfarbig, gestreift oder gefleckt, gelb
Onyx, schwarz;
Tigerauge, goldbraun.

Chrysoberyll

Chem. BeAl2O4; nach → Diamant und → Korund der härteste Edelstein (Mohshärte 8,5); durch Spuren von Chrom und Eisen goldgelb, grüngelb oder bräunlich gefärbt.

Varietäten:
Alexandrit, [nach Zar Alexander II. (1818-1881)], seltener wertvoller Edelstein; besitzt die Eigenschaft des Pleochroismus (Farbwechsel).

Durch seinen Farbwechsel bedingt (später als Alexandrit-Effekt bezeichnet), im Tageslicht grün und im Kunstlicht (damals Kerzen) rot zu erscheinen, wurde der Alexandrit gleichzeitig der Nationalstein des zaristischen Russland, dessen Nationalflagge grün und rot als Hauptfarben hatte. [1]

Chrysoberyll-Katzenauge, die silbrig weiße Chatoyance (wogender schimmernder Lichtstreifen) erinnert an das Schlitzauge einer Katze.

Chrysokoll (Kieselkupfer, Kieselmalachit, Kupferkiesel, Kupfergrün, Berggrün)

Chem. Kupfersilikat; blaugrüner Schmuckstein.

Diamant

Reiner kristallisierter Kohlenstoff, C; härtester (Mohshärte 10), wervollster Edelstein.

Galenit (Bleiglanz)

Chem. Blei und Schwefel, PbS; wichtiges Bleierz; entwickelt oft Kristalle von vollkommener Würfelform.

Granat

Hauptsächlich aus Kieselsäure bestehehendes, kristallines, hartes Mineral (Mohshärte 6,5 bis 7,5) wechselnder Zusammensetzung.

Varietäten:
Almandin (Edler Granat), [nach dem Fundort Alabanda in Kleinasien], rot;
Karfunkel, Art Edelstein, roter Granat;
Topazolith, gelb.

Hämatit (Blutstein, Eisenglanz, Roteisenstein)

Chem. Eisenoxit, Fe2O3; Färbung grau bis schwarz, rotbraun; verhüttet, auch zu Farben; beliebter Schmuckstein, der nach der Politur durch seinen starken Metallglanz auffällt.

Jade

Hartes, zähes, meist grünes Mineral; zu Schmuck; früher zu Steinbeilen.

Jadeit
Nephrit
Chloromelanit

Korund

Chem. Aluminiumoxid, Al2O3; sehr hartes Mineral (Mohshärte 9); gemeiner Korund für Schmirgel, edler Korund, durch Spuren von Chrom- und Eisenvebindungen gefärbt: Saphir (blau), Rubin (rot).

Varietäten:
Rosa Saphir
Leukosaphir, [gr. leukos weiß]
Grüner Saphir

Lapislazuli (Lasurstein)

[lat. lapis Stein], Mineralgemisch aus Calcit, Lasurit, Diopsid u. a. m.); blauer undurchsichtiger Schmuckstein; früher durch Pulvern auch als Farbpigment für Ultramarin.

Lepidolith

[gr. lepidion schuppig und lithos Stein], weiß-grau-violett und durch Spuren von Mangan rosa gefärbt; eher selten vorkommendes Mischkristall; Glimmer-Varietät.

Magnetit (Magneteisenstein)

Chem. Eisenoxit, Fe3O4; von graubrauner bis schwarzer, metallisch glänzender Farbe.

Malachit

Grünes Mineral, basisch-kohlensaures Kupfer; Verhüttung auf Kupfer; dichte Varietäten als Schmuckstein.

Marmor

Kleinkristallines Gestein, durch Metamorphose aus Kalkstein entstanden; rein weiß auf Paros, in Carrera auch rot, schwarz und geädert; mannigfache Verwendung in Baukunst u. Bildhauerei.

Meteorite

Bruchstücke von Meteoren, die die Erdoberfläche erreicht haben.

Eisenmeteroit, (Nickel, Eisen, Kobalt).
Glasmeteroit (Tektit), [gr. tektos geschmolzen], schwarz; glasartige Gebilde in geologisch jungen Schichten (er. vulkan. od. Meteoritengestein).

Wie Obsidian wurden auch Tektite bereits vor mehreren Jahrtausenden für Gebrauchsgegenstände, als Schmuck und für kultische Zwecke verwendet. [2]

Varietäten:
Moldavit, olivgrün.
Steinmeteroit (Chondrit), aus kristall. Gestein (Kieselsäure, Magnesia usw.)

Mondstein (Adular)

Reinste Varietät des Feldspats (Orthoklas).

Obsidian

Natürlicher Glasstein, erstarrte saure Lava, meist dunkel.

Olivin (Chrysolith, Peridot)

[lat. oliva Olive], chem. Eisenmagnesiumsilikat, grün schimmerndes Mineral; mannigfache Verwendung als Industriemineral; als Schmuckstein unter dem Namen Peridot und Chrysolith bekannt.

Peridot ist in Ägypten seit der 18. Dynastie (1536-1308 v.Chr), dem Neuen Reich der großen Pharaonen von Echnaton und Tutenchamun bis Ramses, durch Funde belegt. [3]

Opal

Sprödes, glasartiges Mineral, oft von prächtigem Farbenspiel (opaliesierend); chem. ist Opal wasserhaltige, nicht kristalline Kieselsäure.

Viele Varietäten, z.B.
Schwarzer Opal, dunkel;
Weißer Opal, wasserhell;
Feueropal, rot.

Pyrit (Schwefelkies)

[gr. pyr Feuer], mineralisches Schwefeleisen, FeS2; metallisch glänzende, goldgelbe Kristalle.

Quarz

Häufiges, hartes Mineral (Mohshärte 7). Chem. ist Q. reine Kieselsäure, SiO2.

Bergkristall, reinste Quarz-Art, durchsichtig, farblos; durch Spuren von Schwermetallen gefärbt bildet Quarz viele Edel- u. Halbedelsteine:
Amethyst, [gr. vern. a- und methyein trunken sein], der violette Amethyst wurde früher als Schutzmittel gegen Trunkenheit angesehen.
Citrin, gelb;
Aventurin, mit Glimmer untermengter goldflimmeriger Quarz: grün, blau, rot-braun;
Rosenquarz, hellrosa, milchig-trüb bis durchscheinend.

Rhodochrosit (Himbeerspat, Inkarose, Manganspat, Rosenspat)

Chem. Mangancarbonat, Mn[CO3]; durchscheinendes, weiches Mineral (Mohshärte 3,5 bis 4,5) in Farbtönen rosa, rot, pink, braun bis weiß, bei weißer Strichfarbe.

Rhodonit (Pajsbergit)

Durchsichtiges Mischkristall in Farbtönen rosa bis bräunlich rot, schwarz, gelb.

Serpentin (Schlangenstein, Orphit)

[lat. serpens Schlange]; chem. Magnesiumsilikatstein; auch Muttergestein für Asbest. Serpentin ist meist grün und schlangenartig gefleckt; historische Verwendung in Kunsthandwerk u. Baukunst. Ähnliche Optik wie geäderter → Marmor.

Skapolith

Mischkristall, fluoreszierend in UV-Licht; Färbung je nach Fundort farblos, gelb, violett, goldbraun, grau.

Sodalith

Blauer Schmuckstein aus der Mineralgruppe der Foiden; ähnliche Optik wie → Lapislazuli.

Spinell

Chem. Tonerde u. Magnesium; oft durch Schwermetallspuren rot, blau, grün, schwarz gefärbt; die roten durchsichtigen Varietäten sind wertvolle Edelsteine.

Spodumen

Eher selten vorkommendes Lithium-Mineral; durchsichtig, farblos.

Varietäten:
Hiddenit, durch Chrom-Beimengung grün gefärbte Varietät von Spodumen. Ähnliche Optik wie → Goldberyll.
Kunzit, durch Mangan-Beimengung rosa-lila gefärbte Varietät von Spodumen.
Ähnliche Optik wie → Rosa Saphir, → Topas, → Morganit, → Amethyst, → Rosenquarz.
Triphan, farblos bis gelblich.

Sugilith

Violetter bis rötlich violetter durchsichtiger bis durchscheinender Edelstein; nach dem japanischen Geologen Ken-ichi Sugi benannt, er entdeckte ihn 1944.

Topas

Chem. Aluminiumsilikat u. -fluorid; durchsichtiger Edelstein von variabler Farbe, oft aber hellgelb bis gelbbraun, blau, violett, rot oder farblos bei weißer Strichfarbe.

Türkis

Erstmals aus der Türkei gekommen, undurchsichtiges blassblaues bis grünes Mineral, durch Eisen od. Kupfer gefärbtes Aluminiumphosphat; himmelblaue Varietäten als Edelsteine.

Turmalin

Mineral (Silikat), farblos; farbige Varietäten sind wertvolle Edelsteine. Turmalin polarisiert durchgehendes Licht.

Der DFB-Pokal ist neben → Bergkristall und → Nephrit mit 12 grünen Turmalinen dekoriert. Die Deutsche Meisterschale ist ebenfalls mit Turmalinen bestückt: elf großen und elf kleinen. [4]

Vanadinit

Eher selten vorkommendes weiches Mineral (Mohshärte 3); bezugnehmend auf seinen Vandium-Gehalt benannt; Kristalle in gelb, orange, rot, braun.

Zirkon

Chem. Zirkonium-Silikat, hartes Mineral (Mohshärte 6,5 bis 7,5); farblos bis bläulich.
Exemplare, die aufgrund ihrer Größe und Reinheit Edelsteinqualität zeigen, sind ein beliebter Ersatz für Diamanten.[5]

Varietäten:
Hyazinth, gelbrot.

Zoisit (Saualpit)

[nach Sigmund Baron von Zois (1747-1819)], chem. Aluminium, Calcium, Silicium, Sauerstoff, Wasserstoff; harter Edelstein (Mohshärte 7).

Varietäten:
Tansanit, wurde 1967 in Tansania entdeckt; blaue Edel- und Schmuckstein-Varietät von Zoisit.

Bekannt wurde der Stein erst durch den New Yorker Juwelier Tiffany. [6]

Thulit (Rosaline), rosafarbene Varietät des Gruppensilikats Zoisit.

Organische Stoffe

Bernstein

Versteinertes Harz von Nadelbäumen des Tertiärs; oft undurchsichtig, Farbtöne von gelb bis braun.

Elfenbein

Stoßzähne der Elefanten und Walrosse.

Fossilien

Versteinerungen und sonstige Tier- und Pflanzenreste vergangener erdgeschichtlicher Zeitalter.

Koralle

Skelette der Korallentiere; Edelkoralle in Farbtönen von rot bis rosa.

Perlen

Perlmuttergebilde, die von den Perlmuscheln um eingedrungene Fremdstoffe oder Schmarotzer abgeschieden werden; harte runde oder eiförmige Gebilde; auch gezüchtet (Japan).

Perlmutt

Innenschicht vieler Weichtierschalen mit irisierendem Glanz.

Zusammengefasst von
JAD

Quellen

Internet:
[1] http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Alexandrit

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Tektit

[3] http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Olivin

[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Turmalingruppe

[5] http://de.wikipedia.org/wiki/Zirkon

[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Tansanit

Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

Mineralienatlas – Fossilienatlas

Nachschlagebücher:
Knaurs Lexikon a-z, Droemer Knaur 1981
Richard Pekrun DAS DEUTSCHE WORT, 12. Auflage, Gondrom Verlag Bayreuth
DER GROSSE DUDEN Band 5, Bibliographisches Institut Mannheim/Wien/Zürich, 2. Auflage, Dudenverlag